Soforthilfe updates - wer möchte darf mithelfen...

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…wir fanden eine Mutter mit ihren 5 Kindern und einem Enkelkind vor, die in einem sehr baufälligen, und extrem kleinen Ein-Zimmer-Haus (etwa 9 Quadratmeter) lebten.  Nur eines der Kinder besuchte die Schule, es gab keine Möbel im Haus und es fehlte an jeglicher Hygiene.  Die Kinder hatten kaum Kleidung, und was es gab, mussten wir wegwerfen.  Die Mutter hatte Schulden beim örtlichen Spaza-Laden, was bedeutete, dass sie für die grundlegenden Dinge des täglichen Bedarfs zu den Geschäften in Tugela Ferry fahren mussten.  Wir nahmen Werkzeuge und Reinigungsmittel mit und halfen der Familie, ihr Haus und ihren Hof zu säubern sowie Decken und alles andere zu waschen. Aus unserem Bestand an gespendeter Kleidung nahmen wir Kleidung für die Mutter und die Kinder mit, und kauften Schuluniformen und ein neues Outfit für jedes Kind.  Die 4 jüngeren Kinder gehen jetzt alle wieder zur Schule.  Wir versorgten sie in den letzten 2 Monaten mit Lebensmitteln, damit die Mutter ihre Schulden im Spaza-Laden abbezahlen konnte.  Wir haben versprochen, sie in Zukunft mit 80 kg Maismehl pro Monat zu versorgen, damit die Mutter einen Teil des Zuschusses für den Kauf von Baumaterialien verwenden kann.  Unser Traum ist es, bis Ende nächsten Jahres ein Haus mit 2 Schlafzimmern fertig zu haben…

… COVID-19 hat bei uns einen unglaublichen Schaden angerichtet.  Als die erste Infektionswelle auf uns zu rollte, waren wir alle schockiert und verwirrt, ohne jedoch allzu betroffen zu sein. Wir wussten, dass diese seltsame Krankheit da war, aber sie berührte uns nicht.

Bei der zweiten Welle sah es schon anders aus: viele Menschen aus unserem Bezirk waren plötzlich nicht mehr da - und zwar fast gleichzeitig.  Selbst diejenigen, die nicht wirklich glaubten, was ihnen nach der ersten Welle über COVID-19 erzählt wurde, erlebten nun die fatalen Auswirkungen aus erster Hand.  Unzählige wurden krank und starben.  Im Dorf war nun zu beobachten, dass jeder einen Mundschutz trug.

Die Schulen wurden geschlossen.  Als sie wieder geöffnet wurden, konnten längst nicht alle Kinder jeden Tag zur Schule gehen, was sich nachteilig auf unsere Jugendlichen auswirkte: sie saßen zu Hause herum, hatten nichts zu tun und waren oft ohne Aufsicht.  Viele von ihnen begannen wegen COVID-19 Marihuana zu rauchen und ließen sich auf üble Dinge ein. Das gleiche Problem habe ich auch an anderen Schulen gesehen.

Eine weitere Folge von COVID-19 ist, dass viele Angestellte ihre Arbeit verloren; eine Herausforderung, die bestehen bleiben wird, auch wenn aktuell nicht viele Menschen an COVID-19 sterben. Wir, die wir so viel mitgemacht haben, hegen ein großes Misstrauen gegenüber dieser Krankheit. …

Covid19 Soforthilfe: …gemeinsam haben wir es geschafft, 300 bedürftige Familien mit Lebensmitteln zu versorgen. Die Kirche hat sich gerne an der Finanzierung des Lieferwagens und des Treibstoffs beteiligt, so dass die Lebensmittelpakete in die verschiedenen Orte und Dörfer verteilt werden konnten.

Mit eurer Unterstützung konnten wir auch 9 Türen und 27 Fenster kaufen, um das Schulgebäude vorzubereiten für die Weiterführung unserer Schule.

… in unserem Land ist die Selbstmordrate sehr angestiegen. Vielen Menschen fehlt jegliche Perspektive. Sie wissen nicht ein noch aus. Wir danken allen, die mitgeholfen haben, dass wir Familien in Not gezielt in dieser Krisenzeit helfen und zur Seite stehen können.

Das Msinga e.V. Team dankt allen Spendern, durch die wir Hilfe so weitergeben können, dass sie auch bei den Menschen in Not sicher ankommt. Wir danken euch!

 

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